Sonnenallergie? Was du unbedingt wissen solltest!

Aug 21, 2017 von

Sonnenallergie? Was du unbedingt wissen solltest!

Zu Beginn ein Hinweis: Ich bin weder Arzt noch Heilpraktiker und gebe hier lediglich meine eigenen Erfahrungen wieder!

 

Nach 15 Jahren mit Pusteln, juckendem Hautausschlag, langer Kleidung auch im Sommer und Sonnenabstinenz habe ich es geschafft meine Sonnenallergie loszuwerden! Es ist mittlerweile der dritte Sommer mit viieel Sonne und ohne ein rotes Tüpfelchen auf meiner Haut. Wie das kam, möchte ich hier berichten. Ich hoffe, ich kann anderen Leidtragenden helfen.

 

Als ich 10 Jahre alt war, flog ich mit meinen Eltern auf eine griechische Insel. Es war ein schöner Urlaub, allerdings unglaublich heiß. Der heißeste Sommer seit sehr langer Zeit, das beklagten zumindest die Einheimischen. Für mich sollte es der letzte Sommer für viele Jahre werden, in dem ich mich unbeschwert draußen bewegen und aufhalten konnte.

 

Im darauffolgenden Jahr begann meine Haut sehr schnell rote, juckende Flecken zu bilden, sobald ich draußen war. Wenn ich den Ausschlag ignorierte, wurden aus den Flecken kleine wassergefüllte Bläschen. Ging ich 1-2 Tage nicht nach draußen, verschwanden die Punkte wieder. Außer, es waren bereits Bläschen, die ich aufgekratzt hatte. Und das alles trotz Sonnencreme wohlgemerkt.

 

Nach ein paar Wochen konnte ich meine Mutter überreden mich zum Arzt zu bringen. Wir gingen zuerst zu unserem Hausarzt. Der untersuchte mich, stellte Fragen und teilte mir schließlich die Diagnose mit: Sonnenallergie. Er verschrieb mir eine Salbe, die in der Apotheke angerührt wurde. Sie half kein bisschen, ich fand sogar, dass es noch mehr juckte.

 

Das Einzige, das es wirklich besser machte, war in Räumen und im Schatten zu bleiben. Mit meinem kindlichen Denken stellte ich eine Verbindung zum Sommer davor her – ich überlegte, wie ich meine Haut „kaputt gemacht“ haben konnte. Vielleicht war es in Griechenland zu heiß? Oder war ich dort zu lange in der Sonne?

 

Die folgenden 2 Jahre probierte ich vieles aus, was ich zu diesem Thema aufgeschnappt hatte: ich nahm Kalzium ein, verwendete verschiedene Sonnencremes für Allergiker, ich probierte Karotinkapseln und verschiedene Gels und Aftersun Produkte. Das alles brachte keine Besserung. Es war nicht leicht, als Teenager nicht so wie die anderen zu sein. Ich trug ständig lange Kleidung und konnte kaum länger als 10 Minuten in der direkten Sonne verbringen.

Sonne, Sonnenallergie

Foto: dmytrok

Als ich 15 wurde, beschloss ich nochmals zum Arzt zu gehen. Dieses Mal zu einem Hautarzt. Auch hier wurde meine Hoffnung enttäuscht. Der Arzt sagte mir:“ Bei einer Sonnenallergie kann man nichts machen. Wäre es von der Hitze, könnte ich etwas spritzen. Sie haben es eh noch gut. Es gibt Leute die bekommen sogar durch die Autoscheibe hindurch einen Ausschlag. Es ist schon August, der Sommer ist schon bald vorbei. Gegen Sie halt nicht in die Sonne.“

 

1-2 Jahre später empfahl mir eine liebe Freundin ihre Hautärztin. Auch diese Ärztin teilte mir mit, dass man lediglich eine Phototherapie im Frühjahr machen konnte, um die Haut vorzubereiten und zu desensibilisieren. Das bedeutete eigentlich nichts anderes als sich in ein Solarium zu legen. (Wobei ich nicht weiß, ob dafür andere Geräte benutzt werden als in Sonnenstudios) Ich behielt diese Möglichkeit zwar im Hinterkopf, machte das jedoch nie.

 

Irgendwann hatte ich sogar die Antibabypille in Verdacht, damit irgendwie in Verbindung zu stehen und setzte diese ab. Ich sie ohnehin nicht gut vertrug, aber auch das änderte diesbezüglich wenig. Jedes Jahr versuchte ich meine Haut, täglich für kurze Zeit, der Sonne auszusetzen. Spätestens im Juni bekam ich trotzdem wieder einen Ausschlag. Ich fand damals auch im Internet wenig Informationen und Hilfestellung dazu.

 

Als ich etwa 22 Jahre alt wurde, ließ ich ein großes Blutbild machen. Ich hatte einen massiven Vitamin D3 Mangel. Kein Wunder – ich konnte ja nie in die Sonne gehen. Heute weiß ich, wie wichtig Sonnenschein für unsere Hormonbildung ist, zu diesem Zeitpunkt sprach da noch keiner so wirklich darüber. Der Arzt fand das nicht weiter besorgniserregend. Ich kaufte mir geeignete Vitamin D3 Tropfen und nahm diese laut Angabe.

 

1 Jahr später ließ ich mir wieder Blut abnehmen. Der Vitamin D3 Wert war nicht besser geworden, obwohl ich das komplette Jahr über die Tropfen eingenommenen hatte. Ich traute mich aufgrund der Angaben kaum höher zu dosieren, tat es dann aber doch.

Schatten, Sonnenallergie

Im folgenden Jahr stellte ich meine Ernährung auf pflanzliche Vollwertkost um und hörte endlich auf zu rauchen. Ich hatte abermals die stille Hoffnung, dass sich das eventuell positiv auf die Sonnenallergie auswirken würde, da ich damit einige andere gesundheitliche Probleme in den Griff bekommen konnte. Durch ein Video auf einem deutschen YouTube Kanal stieß ich Anfang 2015 auf ein Buch, welches mein Leben nachhaltig veränderte.

 

In dem Video ging es um Vitamin D3 Mangel und wie man ihn effektiv ausgleichen kann. Es wurde grob erklärt, wie man anhand des Buches, das übrigens von einem Arzt geschrieben wurde, eine hoch dosierte Kur machen kann. Denn, wie ich hier erfuhr, muss man bei einem Mangel gezielt hoch dosieren, um den Mangel auszugleichen. Eigentlich logisch!

 

Ich bestellte mir das Buch:  „Gesund in sieben Tagen: Erfolge mit der Vitamin D Therapie“ * und wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass das die lang ersehnte Hilfe sein würde. In dem Buch sind sehr viele Krankheiten (ua. Sonnenallergie) angeführt, die man bekommen kann, wenn der Körper zu wenig Vitamin D3 bildet bzw. zur Verfügung hat.  Ich errechnete mir anhand der angegebenen Formel eine Dosis für 7 Tage. Da es, zumindest zu jenem Zeitpunkt in Österreich und Deutschland keine Vitamin D3 Präparate in hoch dosierter Form zu kaufen gab (ich spreche von 50.000 IE pro Kapsel), bestellte ich die Kapseln in den Niederlanden. Vitamin K2 kaufte ich gleich dazu, denn es wird empfohlen, dies gleichzeitig zu nehmen, um Kalziumeinlagerungen zu vermeiden.

 

Die Supplemente kamen bei mir zu Hause an, ich nahm die errechnete Dosis und nach dieser Woche wechselte ich zu einer Erhaltungsdosis, für die es ebenfalls eine Formel gibt. Beim nächsten Blutbild war mein Vitamin D3 Wert spitze und ich habe seither nie wieder auch nur ein rotes Pünktchen bekommen. Ihr könnt mir glauben, ich habe es ausgiebig getestet. 🙂

 

Schade finde ich es trotzdem um die 15 Jahre in meinem Leben, in denen ich sehr eingeschränkt gelebt habe. Natürlich gibt es bei Weitem schlimmere Krankheiten. Aber wenn ich sehe, dass es so einfach zu beheben war, ärgert es mich, dass nicht schon vor Jahren ein Arzt darauf geachtet hat!

Ich, Sonnenallergie

Ich möchte hier niemanden raten einfach zu experimentieren. Aber ich sage: Nehmt nicht alle Krankheiten und negative körperliche Befindlichkeiten einfach hin! Man kann bei vielen Zuständen etwas unternehmen, auch wenn die Ärzte es anders sagen. Sie wissen es wohl nicht besser. Sucht nach Leuten, die es geschafft haben, sucht Menschen, die sich geheilt haben und orientiert euch an ihnen.

 

Natürlich weiß ich nicht, ob jeder damit geheilt wird. Aber ich weiß mittlerweile, dass dieses Hormon für viele Prozesse im Körper wichtig ist und es nie verkehrt ist nachzusehen, ob genügend davon zur Verfügung steht. Heute denke ich nicht mehr oft daran, an die Zeit wie es mal war. Aber ich bin nach wie vor jedes Mal dankbar, wenn ich einfach so in der Sonne sein darf. ☀️

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1 Kommentar

  1. Phillip

    Sehr gut gemacht und auch hilfreich

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